Wanderung auf dem Drahthandelsweg von Lüdenscheid nach Iserlohn

Der Drahthandelsweg führt auf historischen Pfaden durch den waldreichen, märkischen Teil des Sauerlandes. Iserlohn, Altena und Lüdenscheid waren in vorindustrieller Zeit Zentren für den Drahthandel – die Verbindungsstraßen wichtige Transportwege. An diese Zeit erinnern heute noch anschauliche Hinweistafeln und natürlich der Name des Weges selbst.

Herrliche Ausblicke auf eine wunderschöne Landschaft, geschichtsträchtige Gebäude und Ausflugsziele direkt an der Strecke und das Wandererlebnis auf einer historischen Route: Das alles macht den Reiz des "Drahthandelsweges" aus. Der Weg versetzt den Wanderer zurück in die Geschichte der Städte Iserlohn, Altena und Lüdenscheid, die im Mittelalter zu den Handelspartnern der Hanse gehörten. Auf dem „Drahthandelsweg" brachten die Reidemeister ihre Drahtrollen per Pferdekarren zur Weiterverarbeitung nach Iserlohn, wo sie zu Nadeln, Ösen, Angelhaken und Ketten verarbeitet wurden. Abermals über den Drahthandelsweg fanden die Produkte dann ihren Weg zu den großen Handelsplätzen Dortmund, Soest und Unna.

Schon damals wurde der Drahthandelsweg oft zu Fuß begangen – eine sehr mühselige Reise für die Zöger. Die 30 kg schweren Drahtringe mussten durch Täler und über Höhen transportiert werden. Heute dagegen ist der Weg eine wahre Erholung – einfach abschalten und Wege und Wälder mit allen Sinnen erleben! Selbst ungeübte Wanderer überwinden die Höhenmeter mit Leichtigkeit, diverse Gaststätten, Restaurants und Cafés laden immer wieder zu einer Rast ein.

 

Danzturm: Der Iserlohner Aussichtsturm neben der im 19. Jahrhundert errichteten Telegrafenstation, auf der Strecke Berlin – Koblenz, beherbergt heute ein Restaurant mit Außengastronomie. 

Dechenhöhle: Die Dechenhöhle ist eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Neben den regulären täglichen Höhlenführungen werden Sonderprogramme wie Konzerte, Kindergeburtstage, Weihnachtsführungen etc. geboten.

Burg Altena: Die Höhenburg über der alten Drahtzieherstadt mit ihrem mittelalterlichen Flair ist Sitz der ersten Jugendherberge der Welt, toller Museen und eines Restaurants. 

Deutsches Drahtmuseum: In dem Erlebnismuseum erwarten den Besucher viele Überraschungen rund um die Produktion, Weiterverarbeitung und Anwendung von Draht. 

Fuelbecketalsperre: Die malerisch gelegene erste Brauchwassertalsperre in Deutschland wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen. Auf einem ca. 2 km Rundweg kann die Talsperre erwandert werden.

Phänomenta: ein moderner Lernort mit spannenden Experimenten zum Mitmachen und Ausprobieren.

Stadt Lüdenscheid: Die historisch restaurierte, ringförmige Altstadt zieht mit ihren romantischen Fassaden und gemütlichen Lokalen Besucher aus nah und fern an. Bei einer Stadtführung erfährt man, warum nach mehreren Stadtbränden kein Gebäude älter als 288 Jahre ist, was es mit „Reidemeistern“ und „Vemegerichten“ auf sich hatte und warum „Onkel Willi und Felix“ auf dem Sternplatz gerade bei Kindern so gut ankommen.

Erlebnisaufzug: Die Fledermaus Burghard und ihre virtuellen Freunde aus der märkischen Sagenwelt heißen euch im Erlebnisaufzug willkommen. Sie entführen euch auf eine zauberhafte Zeitreise durch den Erlebnisstollen, bevor der Aufzug euch schnurstracks die 80 m durch den Fels in den Burghof befördert. 

Tipp des Authors
Im Deutschen Drahtmuseum Altena erfahren Wanderer auf der Hälfte der Strecke Wissenswertes rund um die Produktion, Weiterverarbeitung und Anwendung von Draht. 
Keine besondere Ausrüstung erforderlich.
Die Startpunkte des Drahthandelswegs sind über die A45 mit dem Auto einfach zu erreichen.
  • Lüdenscheid: Gothaer Parkhaus (kostenpflichtig, Mo - Sa 9.00 - 19.00 Uhr, So geschlossen)
  • Altena: Parkhaus an der Bismarkstraße (ca. 200 m entfernt, kostenlos)
  • Iserlohn: Parkhaus Stadtbahnhof (kostenpflichtig)

Lüdenscheid nach Iserlohn über Altena (Bus): Linie S 1 (fährt nur an Werktagen). 

Lüdenscheid - Iserlohn - Altena (Bahn): Lüdenscheid, Altena und Iserlohn haben einen Bahnhof. 

 

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