KlimaGerechtigkeit
Ein Vortrag zu der Frage, warum wir ökologische und soziale Fragen konsequent verbinden müssen.
Referentin: Fr. Anja Bierwirth
Leiterin des Forschungsbereichs »Stadtwandel« am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.
Sie hat in Bremen und Köln Architektur studiert und den Master in Umweltwissenschaften der FernUni Hagen absolviert.
Ihre Arbeitsschwerpunkte am Wuppertal Institut liegen in den Bereichen kommunale Energie- und Klimaschutzpolitik, Gebäudeenergieeffizienz und -suffizienz und nachhaltige Stadtentwicklung.
In ihrem Vortrag wie auch im Buch „KlimaGerecht“ zeigt sie Beispiele wie eine lebenswerte Welt von allen mitgestaltet werden kann. Die Zukunft braucht einen mutigen Kurswechsel – weniger Ressourcenverbrauch und weniger Ungleichheit. Der Schlüssel hierzu lautet: Soziale Gerechtigkeit und ökologi sche Nachhaltigkeit verbinden!
Klimagerechtigkeit bedeutet also: fair teilen, Verantwortung übernehmen und niemanden zurücklassen:
- die Lasten und Chancen des Klimawandels fair verteilen – sowohl weltweit als
auch zwischen den Generationen.
- alle Lebewesen haben das gleiche Recht, die Atmosphäre zu nutzen, ohne sie
übermäßig zu belasten.
- diejenigen, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, sollen nicht die
größten Folgen tragen müssen.
Besonders betont wird dabei die Verantwortung der Industrieländer, die historisch ge sehen die meisten Emissionen verursacht haben, gegenüber den Ländern des Globa len Südens, die oft stärker von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind.
Die Klimakrise wird dabei als gesellschaftliche und soziale Gerechtigkeitsfrage verstanden. Sie fordert, dass Klimaschutzmaßnahmen nicht nur ökologisch, sondern auch sozial verträglich gestaltet werden – etwa durch faire Verteilung von Ressourcen, Zugang zu sauberer Energie und Unterstützung für benachteiligte Gruppen.
Einfache Erklärung:
Der Klimawandel ist eine große Rechnung, die bezahlt werden muss. Länder, die am meisten CO₂ ausgestoßen haben (z. B. Industrieländer wie Deutschland), müssen einen größeren Anteil dieser Rechnung übernehmen. Gleichzeitig dürfen die Länder, die wenig zum Problem beigetragen haben, aber stark darunter leiden (z. B. Inselstaaten oder arme Länder), nicht allein gelassen werden.
Termine
| 23.09.2026 | 19:00 - 20:30 Uhr |
Preis
kostenfreiAnfahrt
Veranstaltungsort:
Forum St. Pankratius an der Aloysiuskirche
Hohler Weg 4858636 Iserlohn
Veranstalter:
Kath. Kirchengemeinde St. Pankratius
Hohler Weg 4458636 Iserlohn
https://www.musica-sacra-iserlohn.de