Unterwegs im
Ebbegebirge

Teil 1: Die Nordhelle
und das Ebbegebirge
Cansu entdeckt das Märkische Sauerland

Seit Anfang Januar 2023 hat der Märkische Kreis, Fachdienst Kultur und Tourismus, eine Verstärkung an Bord: Cansu, gebürtig aus Lüdenscheid, wird das Team Märkisches Sauerland in der touristischen Arbeit unterstützen und seine Social-Media-Kanäle mitbetreuen. Ihre Kollegin Hana zeigt ihr dafür die Highlights der Region – und auch ein paar Geheimtipps. 

Als Erstes geht es hoch hinauf zum Gipfel der Nordhelle, die sich im Ebbegebirge befindet. Heute nimmt euch Cansu mit auf ihre Entdeckungsreise in die winterliche Natur. In den kommenden Wochen wird sie an dieser Stelle über weitere Entdeckungen auf ihren Touren berichten. 

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Wegen der Sperrung der A45 war ich auf der Suche nach einem beruflichen Tapetenwechsel. Täglich nach Dortmund zu pendeln, war aus privaten Gründen für mich nicht mehr machbar. Meine neue Stelle beim Märkischen Kreis im Fachdienst Kultur & Tourismus durfte ich in der ersten Januarwoche in Altena antreten.

Hana führte mich total begeistert in das Thema Tourismus ein. Ich bin zwar ein „Mädchen vom Märkischen Kreis“, doch es war mir nicht bewusst, wie vielfältig die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in unserer Region sind. 

Als Einstieg hielt Hana direkt ein Projekt für mich parat: Im Rahmen der Kampagne 45 gute Gründe werde ich acht markante Orte ansteuern, mich mit meiner Heimat auseinandersetzen und darüber berichten.

Altena zum Beispiel ist durch seine spezielle Lage im Rheinischen Schiefergebirge von starken Höhenunterschieden bestimmt. Hier liegt mit 150 Höhenmetern auch einer der tiefsten Punkte des Märkischen Kreises. Und von hier aus, am Ufer der Lenne, begebe ich mich auf den Weg zum höchsten Punkt des Märkischen Kreises: der Nordhelle im Ebbegebirge mit stolzen 662,7 Höhenmetern! 



Die Nordhelle: Ein Panoramablick,
der seinesgleichen sucht

Während der Fahrt genieße ich einen Ausblick, den nicht jede Region vorweisen kann: Unbebaute Flächen und Wälder, in den Höhenlagen bedeckt von Schnee. Hin und wieder kleinere Siedlungen, die sich wie ein passendes Puzzleteil in das Landschaftsbild eingefügt haben.

Vom Wanderparkplatz unterhalb der Nordhelle gehen wir zu Fuß den Berg in Richtung Robert-Kolb-Turm hinauf. Dahinter finden wir eine Bank, von der aus wir einen gewaltigen Panoramablick auf die umgebene Landschaft haben. Bei klarem Himmel könnte man sogar bis nach Hamm gucken! Wie konnte ich diesen Ort nicht kennen? Ich kann mir hier sofort einen Aufenthalt an einem schönen, lauen Sommerabend vorstellen, um einen Moment der Stille in der Natur zu genießen. Spätestens im kommenden Sommer werde ich hier definitiv noch einmal vorbeikommen und auch die Ebbemoore besichtigen.

Wir steigen noch den Robert-Kolb-Turm hinauf und werden mit einem unbezahlbaren Ausblick auf das gesamte Ebbegebirge belohnt. Für einen Moment fühle ich mich so klein und spüre das gewaltige Ausmaß unserer natürlichen Umwelt. Unten wieder angekommen, sehe ich auf der anderen Seite des Turms eine kleine, niedliche Gaststätte, die zu meiner Überraschung bereits gegen Mittag sehr gut besucht ist. Ein gemütlicher Treffpunkt für Wanderlustige. Hier könnt ihr in Ruhe am gedeckten Tisch essen und plaudern oder kurz rasten und euch bei den eisigen Temperaturen mit einem Heißgetränk wieder aufwärmen.


Der Höhenflug und das Wandern

Gestärkt durch geräucherte Forelle mit Bratkartoffeln gehe ich anschließend noch ein Stück weiter. Ich entdecke gleich in der Nähe vom Turm den Höhenflug, einen Fernwanderweg, dessen Startpunkte sowohl in Meinerzhagen als auch in Altena liegen. Auf einer Gesamtlänge von 250 Kilometern führt er bis nach Korbach. Für Einsteiger wie mich gibt es auch leichte Etappen. So werde ich motiviert, meine Abschnitte Schritt für Schritt auszudehnen. Auch das kommt auf meine Liste. 

Auf dem Höhenweg zum Rastplatz Stahlschmidt, der als zentrale Wegekreuzung auch Spinne genannt wird, stoße ich auf einen Kohlenmeiler. Wusstet ihr, dass auf diese Weise seit dem Altertum Holzkohle erzeugt wird? An der Spinne angekommen sieht man dann weit und breit keine Häuser und auch keine Industrie. Hier gibt es nur die Natur und mich und die Eiseskälte, die sich nun auf meinem Gesicht bemerkbar macht. Schade, meine erste Reise neigt sich dem Ende, aber das Wochenende naht und dann kann ich nochmals herkommen. 

Es war ein Ausflug, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Manchmal sollte man sich einfach informieren, was einem die Heimatregion bieten kann, ehe man sich ins Auto setzt, um Fernziele anzusteuern. Überwältigt von der Natur freue ich mich auf das nächste Ziel, das Hana für mich bereithält.

Sie gab mir schon einen kleinen Tipp: MINT. Was es damit auf sich hat, werden wir nächste Woche erfahren. Ich hoffe, wir lesen uns!



Noch mehr Gründe

Dies war einer von 45 guten Gründen, einen Ausflug oder eine Reise ins Märkische Sauerland zu unternehmen.

Du möchtest die anderen auch kennenlernen? Hier geht’s lang!

Zu den 45 guten Gründen!

 


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