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Homevideo

Schauspiel von Can Fischer nach dem Drehbuch von Jan Braren
Für Zuschauer ab 14 Jahren
Stückdauer: ca. 60 Minuten ohne Pause

Das Landestheater Detmold setzt sich in „Homevideo“ mit den schwierigen Themen Cyber-Mobbing, Hate-Speech und den Wirren der Pubertät auseinander

Jakob ist ein ganz normaler Teenager. Ein film- und musikbegeisterter Junge, der versucht, mit der Trennung seiner Eltern klarzukommen und damit, dass er sich gerade zum ersten Mal verliebt, und zwar so richtig. Sie heißt Hannah. Ihren Namen flüstert er mitsamt Liebesgeständnis in die Kamera. Mit seiner Videokamera nimmt er alles auf, was ihn bewegt und im Alltag beschäftigt. Auch Momente, die nicht für die Außenwelt bestimmt sind.

Als seine Freunde ein Skate-Video drehen wollen, leihen sie sich Jakobs Kamera aus. Zufällig finden sie eine intime Aufnahme von ihm. Henry, ein Mitschüler, erpresst Jakob und stellt das Video ins Netz. Ab diesem Moment ist nichts mehr wie vorher. Die Bilder verbreiten sich viral, Jakob ist der digitalen Gewalt, die durch die Anonymität des Internets enthemmt wird, ununterbrochen ausgesetzt. Seine Umwelt wendet sich von ihm ab. Für Cybermobbing gibt es keinen Rückzugsraum, das Internet kriecht auch unter die Bettdecke. Lehrer und Eltern sind überfordert. Hannah, Jakobs erste große Liebe, weiß nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll und distanziert sich ebenfalls von ihm. Genauso seine Freunde. Keiner möchte etwas mit diesem „Perversen“ zu tun haben. Sein Vater versucht ihm zu helfen, aber langsam sieht Jakob keinen Ausweg mehr.

Das Landestheater Detmold setzt sich in „Homevideo“ mit den schwierigen Themen Cyber-Mobbing, Hate-Speech und den Wirren der Pubertät auseinander. Das Stück beschreibt, wie junge Menschen im digital zurechtfrisierten Ego-Zeitalter unter dem Schutz der Anonymität ihre Menschlichkeit verlieren und zu spät über die Folgen ihres Handelns nachdenken. Jeder dritte Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren berichtet davon, digitale Gewalt in seinem Umfeld beobachtet zu haben. Jeder fünfte sieht sich selbst als Opfer digitaler Gewalt. Und 20% der Betroffenen sprechen von Selbstmordgedanken, die das Erleben von Cybermobbing in ihnen auslösen.

Termine
01.06.2021
  • 11:00 Uhr
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