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Historische Straßenkreuzung Wildenkuhlen

Schon vor 1790 verlief an diesem späteren „Drehkreuz der Eisenstraße Südwestfalen“ die sogenannte „Heerstraße“ von Dortmund nach Frankfurt. Es handelte sich dabei um eine noch unbefestigte Straße, die auf der Trasse der heutigen Thingslindestraße durch den Kalkabbau am Wildenkuhlen und über die Heerstraße am Hülloch vorbei durch einen tiefen Hohlweg nach Gräfingsholz und weiter nach Meinerzhagen verlief.

Ab 1790 wurde sie zur „Preußischen Chaussee“ ausgebaut, der ersten befestigten Straßenverbindung von Frankfurt/Main über das Siegerland bis ins Ruhrgebiet. Am Hause Heerstraße 10 wurde eine Wegegeldempfangsstelle mit einer Barrière (Plattdeutsch „Porreijer = Schranke) eingerichtet, die mit dem Ausbau der Kreuzung an die Gaststätte verlegt wurde.

1811 erfolgte die Anbindung der „Wetterauer Straße“ als „neue Bergische Eisenstraße“ (heute B 237, Kölner Straße) von Remscheid über Hückeswagen, Wipperfürth und Rönsahl an die Chaussee, weil auf ihr die Stahl- und Eisenversorgung des Raumes Remscheid-Solingen aus dem Sauer- und Siegerland abgewickelt wurde.

1856 verlängerte man die Wetterauer Straße bis zum Wirtshaus „Tannenbaum“ an die neue Straße durch das Volmetal (B 54) und erstellte die Straßenkreuzung am Wildenkuhlen. Die Einnahmen der Wegegeldempfangsstelle beliefen sich im Jahre 1843 bei etwa 18.600 Fuhrwerken mit 23.250 Pferden auf 1.100 Taler. Die einachsigen Karren waren mit ca. 10 Zentnern beladen und transportierten pro Jahr ca. 450.000 Zentner Eisen für die märkischen Hammerwerke, Steinkohle und andere Güter ins Siegerland und weiter nach Frankfurt. Hinzu kamen ca. 12.150 Karren mit Stahl, Eisen und anderen Handelswaren ins Bergische nach Remscheid - zusammen also rund 100 Fuhrwerke am Tag an dieser stark befahrenen Wegekreuzung.

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